Frage der Woche: Darf ich mir jetzt etwas wünschen?

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Träumen Sie groß!
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Inhalt
  1. Nicht nur der Neumond ist die richtige Zeit, sich Veränderungen zu wünschen und anzugehen
  2. Wann ist die richtige Zeit für Wünsche?
  3. Veränderung aus Unzufriedenheit

Nicht nur der Neumond ist die richtige Zeit, sich Veränderungen zu wünschen und anzugehen

Jede Woche beantwortet Erich Bauer eine Frage aus astrologischer Sicht. Dieses Mal: Ich möchte etwas in meinem Leben ändern. Darf ich mir jetzt etwas wünschen?

Der Wunsch, etwas zu ändern, scheint zum Leben zu gehören. Zumindest hat man in vielen sozialpsychologischen Untersuchungen festgestellt, dass eigentlich kein Mensch mit seinem Leben, so wie es gerade ist, zufrieden ist: Jeder will ständig etwas ändern.

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, aber meistens sind die Wünsche beachtlich: viel Geld, ein neues Auto, ein Haus, ein reicher Partner, nie krank zu sein – oder was auch immer.

Auch die alten Griechen schienen das gewusst zu haben. Jedenfalls waren auch schon damals die Menschen unzufrieden. Seine Veränderungswünsche musste man damals an den obersten Gott, namens Jupiter, richten. Eine Art Gebet war nötig, außerdem eine Opfergabe.

Auch die moderne Psychologie weiß, dass Veränderungen, also Wünsche nach etwas anderem als dem, was man hat und kennt, schwer zu erfüllen sind.

Es scheint vielmehr so, dass unser Leben, so wie es verläuft, einem festgelegten Muster bzw. Plan folgt. Zumindest läuft das Leben eines Menschen eigentlich wie festgelegt oder vorbestimmt: Man tut, was man eben tut, geht irgendwann zur Schule, beginnt einen Beruf, interessiert sich für einen anderen Menschen.

Aber eigentlich gehen diesen Prozessen kaum irgendwelche Wünsche voraus, sondern sie erfüllen sich einfach, so, als säßen wir in einem Zug, dessen Schienenverlauf festgelegt ist.

Dass es furchtbar schwierig ist, etwas in seinem Leben zu verändern, weiß jeder. Denken Sie doch nur daran, wie oft Sie sich schon vorgenommen haben, etwas zu verändern: das Rauchen aufgeben, keine Süßigkeiten mehr naschen oder sich beim Autofahren nicht mehr aufregen. Es war alles vergeblich. Wenn man dann doch einmal etwas verändert, dann deswegen, weil es anders nicht mehr möglich war. Es waren also gar keine freiwilligen oder selbst-aktiven Veränderungen, sondern vollzogen sich erzwungenermaßen.

Wann ist die richtige Zeit für Wünsche?

Auch die Astrologie hat sich mit diesem Thema beschäftigt.Sie sagt, es gibt Zeitpunkte, an denen Veränderungen leichter möglich sind als zu anderen. Die bekannteste ist der Neumond. Es heißt, wenn man zum Neumond eine Veränderung startet, hat man gute Chancen, sie tatsächlich auch umsetzen zu können.

Eine weitere wohl bekannte Konstellation ist die Sonne-Jupiter Konjunktion, wie sie in dieser Woche in der Nacht von Mittwoch, 26.08., auf Donnerstag, 27.08., stattfindet. Jupiter ist also auch heute noch die Instanz, der man seine Veränderungswünsche vortragen muss, wenn man auf eine Erfüllung hofft.

Wenn Sie also gerade an eine Veränderung denken, dann legen Sie sie so, dass sie genau am Donnerstag möglichst früh morgens beginnt. Dann haben Sie Jupiter auf Ihrer Seite.

Wenn Sie dann noch – àla klassisches Griechenland – ein Opfer dazu erbringen, erhöhen Sie Ihre Chancen.

Was kann das sein? Pflanzen Sie irgendwo im Wald ein Bäumchen, geben Sie einem Obdachlosen einen Almosen oder machen Sie einem Freund bzw. einer Freundin ein Geschenk. Etwas zu geben, ist wichtig, wenn man sich etwas wünscht. Das ist ein uraltes Gesetz, das auch schon vor Jahrtausenden bekannt war. Es kommt auf den Fluss zwischen Geben und nehmen an.

Veränderung aus Unzufriedenheit

Aber das Thema "Veränderung" wäre nicht vollständig, wenn nicht noch auf eine ganz andere Sicht der Dinge hingewiesen wird. Gemeint ist eine spirituelle Sicht. Bei allen spirituellen Meister dieser Welt heißt es, das Unzufriedenheit der Anfang allen Übels sei.

Unzufriedenheit! Damit ist auch der Wunsch nach Veränderung gemeint. Ohne Unzufriedenheit gibt es diesen Wunsch gar nicht. Oder umgekehrt: ein Mensch, der zufrieden ist mit dem, was er hat und wie er lebt, ist erfüllt.

Das ist natürlich eine ganz andere Sichtweise als die, die jeder mit sich herum trägt. Wir denken doch alle, wenn wir dieses oder jenes noch hätten, dann wären wir glücklich. Fehlt uns nicht einfach nur ein größerer Gewinn im Lotto, um ein für alle Mal glücklich zu sein?

Ganz falsch, sagen die spirituellen Meister: Glücklich ist, wer sich nichts wünscht, sondern zufrieden ist mit dem, wie es ist.

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