Frage der Woche: Kann ich allein die Welt retten?

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Sonne und Jupiter verbinden sich diese Woche, um Ihnen auf kosmische Weise den Rücken zu stärken.

Jede Woche beantworten wir eine Frage der Woche aus astrologischer Sicht. Kann mit Sonne und Jupiter jeder seinen Teil dazu beitragen, die Welt zu retten?

Das ist eine Frage, die sich derzeit bestimmt viele Menschen stellen. Hass, Ausgrenzung, Gewalt und Krieg, es scheint immer schlimmer zu werden. Wie gern würde man da eingreifen, etwas unternehmen, um die Welt zu retten...

JA.

Auch wenn das natürlich nicht so ganz wörtlich zu verstehen ist. Anders formuliert könnte man sagen, dass es auf jeden einzelnen Menschen ankommt, wenn es um die Rettung der Welt geht. Wie soll das funktionieren?

In der Wissenschaft diskutiert man über die sogenannte Schwarmintelligenz. Bei Fischen und Vögeln wurde beobachtet, dass in der Gruppe, also im Schwarm, bessere Entscheidungen getroffen werden als allein. Dieses Experiment hat man auch bei Menschen durchgeführt. Die Frage war: Können ein paar Wenige, die über wichtige Informationen verfügen, die große Mehrheit in eine bestimmte Richtung lenken? Das Ergebnis lautet: Ja, wenn mindestens zehn Prozent der Gruppe das Heft in die Hand nimmt.

Ein anderer, viel diskutierter Begriff aus der Forschung ist die kritische Masse. Die wiederum besagt, dass eine Minderheit von zehn Prozent der Bevölkerung genügt, um eine bestimmte Meinung bei der großen Mehrheit durchzusetzen. Wie gesagt, noch wird diskutiert, aber jeder kennt bestimmt aus dem eigenen Erleben, wie ansteckend ein Lachen, eine freundliche Geste, ein Lob, ein Kompliment sein kann – wer damit beschenkt wird, hat automatisch das Bedürfnis, etwas Gutes weiter zu geben. Das setzt sich wellenförmig immer weiter fort. Und plötzlich zeigt sich, dass sich in einem Zugabteil voller Morgenmuffel auch viele humorvolle Menschen finden. Oder dass die nicht immer ganz einige Familie auch zusammenstehen kann, wenn man sie daran erinnert, was wirklich wichtig ist.

Ja, das betrifft erst einmal das persönliche Umfeld, deshalb werden anderswo nicht gleich die Waffen schweigen. Aber wer den Frieden und die Nächstenliebe konsequent lebt, wird Nachahmer finden. Und es werden immer mehr, bis tatsächlich die Welt ein Stückchen besser geworden ist: Weil viele Einzelne sich dazu entschlossen haben, die vergiftete Stimmung von Hass und Intoleranz nicht länger mitzutragen, sondern aktiv etwas zu verbessern. Fangen Sie doch gleich damit an!

In dieser Woche verbinden sich Sonne und Jupiter, da erhalten Sie kosmischen Rückenwind. Die meisten Menschen sehnen sich unter diesem Einfluss nach Harmonie und Frieden, da ist man offen für alles. Ein Lächeln kann so viel bewirken, ein Lächeln kann der Anfang für etwas Großes sein.

NEIN.

Im Jahr 2011 landete der bis dahin völlig unbekannte Sänger Tim Bendzko einen Riesenüberraschungshit. Der Text des Liedes war ebenso eingängig wie die Melodie und so summte jeder fröhlich vor sich hin: „Muss noch kurz die Welt retten, noch 148 Mails checken...“ Und mit diesen zwei Liedzeilen sind wir auch schon mittendrin im Problem.

Wir sind so gefangen in unserem Alltag, zwischen Auto zur Werkstatt bringen, Rechnungen zahlen und die Hausaufgaben der Kinder überwachen, dass wir für die Rettung der Welt keine Zeit haben. Und schon gar keine Energie. Wer sich abends ermattet aufs Sofa sinken lässt und dann noch die zum Teil schlimmen Nachrichten sieht, ist meist völlig bedient. Sollen wir dann die Rettung der Welt gleich ganz ausfallen lassen? Nein, so einfach dürfen wir es uns auch wieder nicht machen.

Denn es gibt sie, die Menschen, die immer noch freundlich bleiben, auch wenn das Konto in die Miesen rutscht, die Kündigung im Postkasten steckt und die Waschmaschine endgültig keinen Mucks mehr macht. Sie geben anderen Halt, sie machen Mut. Und dann gibt es noch die, die sich unermüdlich für andere engagieren, von der Nachbarschaftshilfe über die Pflege von Angehörigen bis hin zur Flüchtlingsbetreuung. Daran können wir, daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

Natürlich sind auch die Lichtgestalten der Geschichte eine Quelle der Inspiration, ein Mahatma Gandhi, eine Mutter Teresa oder ein Martin Luther King. Sie alle sorgten für mehr Frieden, mehr Menschlichkeit und Toleranz auf diesem Planeten. Ihr Wirken hatte Einfluss auf Millionen von Menschen. Aber diese Fußstapfen sind so groß, dass man ihnen kaum folgen kann. Besser ist es, mit kleinen Schritten anzufangen und dann konsequent dabei zu bleiben.

Das heißt nicht, dass man niemals Nein sagen darf oder sich nicht zur Wehr setzen sollte, wenn man ausgenutzt oder gar bedroht wird. Man sollte Nächstenliebe , Freundlichkeit und Anteilnahme da praktizieren, wo es angebracht ist, auch wenn es manchmal unbequem ist. Allein kann man die Welt vielleicht nicht retten, aber das heißt nicht, dass man nicht sein Bestes geben sollte.

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