Frage der WocheIst Karma mein Schicksal?

Die Vollmond-Energien regen diese Woche zum Denken an.
Die Vollmond-Energien regen diese Woche zum Denken an.
Foto: iStock

Karma ist ein großes Wort, das viele mit Ehrfurcht und auch ein wenig mit Angst erfüllt. Der hat wohl ein schlechtes Karma, wird geraunt, wenn einer vom Leben ständig eins auf die Mütze bekommt. Ist das wirklich so, bestimmt das geheimnisvolle Karma unser Schicksal? Einmal einen Fehler gemacht und man kann nie wieder glücklich werden? Zum Glück erleichtert uns der Vollmond in den Fischen in dieser Woche den Zugang zu Fragen wie diesen. 

 

Ja.

Zumindest ein Stück weit. Dazu sollte man zunächst mal erklären, worum es beim Karma geht: Es handelt sich um ein Wort aus dem Sanskrit und es geht um die spirituelle Vorstellung, dass jede Tat, egal, ob gut oder schlecht, Konsequenzen nach sich zieht. Es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.

Man kann es sich vorstellen wie ein Buchhaltungskonto: Nimmt man einem anderen Autofahrer bewusst die Vorfahrt, ist das ein Buchungsposten, der solange offen bleibt, bis ein Ausgleich erfolgt ist. Das ist natürlich vereinfacht dargestellt, man muss nicht fürchten, dass einem das Gleiche sofort bei der nächsten Fahrt passiert, wieder mit dem gleichen Fahrer, der sich das Kennzeichen gemerkt hat.

Vielleicht ist es ein Kunde, der sich an der Kasse im Supermarkt vordrängelt, vielleicht folgt der Ausgleich auch erst im nächsten Leben. Reinkarnation, die Idee von einer Wiedergeburt – damit kann natürlich nicht jeder etwas anfangen.

Im Hinduismus und im Buddhismus ist der Karmagedanke dagegen ein wesentlicher Bestandteil – und liefert eine gute Erklärung, warum der eine mit Schönheit und Talenten gesegnet ist und in eine Millionärsfamilie hineingeboren wird und der andere ein kümmerliches Dasein in den Slums einer Großstadt fristet.

Offensichtlich hat der Millionärssproß in den vergangenen Leben alles richtig gemacht und viel Gutes bewirkt. Ist das wirklich so? Ob einem diese Vorstellung nun gefällt oder nicht, ob man an Wiedergeburt glaubt oder nicht, wir alle sind vom Zeitpunkt unserer Geburt an ein Stück weit festgelegt – vor welchem geschichtlichen Hintergrund wir geboren werden, an welchem Ort, wer unsere Eltern sind und was wir für Fähigkeiten und Talente mitbringen.

Natürlich kann sich jeder im Laufe seines Lebens die Fähigkeit aneignen, Klavier zu spielen, aber ob man es jemals zu einer Weltkarriere als vielumjubelter Pianist bringt, das steht und fällt mit den Voraussetzungen, die man mit auf die Erde bringt. Oder, um mal ein krasses Beispiel zu bringen: Die Angehörigen eines Mörders sind selbst zwar unschuldig, und doch werden sie sich mit der Schuld des Familienmitglieds in irgendeiner Form auseinandersetzen müssen.

Das ist unser ganz persönliches Karma, dem wir nicht entkommen. Umso wichtiger ist es, stets das Beste daraus zu machen. 

 

Nein.

Ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Natürlich werden wir in bestimmte Lebensumstände hineingeboren, daran lässt sich nichts rütteln. Und natürlich existiert ein Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung.

Wer jahrelang zum Beispiel Steuern hinterzieht, muss nicht von Karma oder Schicksal sprechen, wenn die Sache irgendwann mal auffliegt und er/sie gehörige Schwierigkeiten bekommt. Und wer immer nur auf den eigenen Vorteil achtet, die Kollegen wegen jeder Kleinigkeit hinhängt, um beim Chef gut dazustehen, muss sich nicht wundern, dass ihm keiner beispringt, wenn er selbst mal in Schwierigkeiten ist.

Beim Karma geht es aber gar nicht so sehr um Vergeltung oder gar Rache. Es geht eher um Ausgleich. Bleiben wir beim unbeliebten Kollegen: Wenn er da so einsam und allein um seinen Job kämpft, geht ihm vielleicht ein Licht auf, wie egoistisch sein Handeln war. Und er kann sich eines Besseren besinnen.

Vielleicht führt er Gespräche mit den Kollegen, denen er so übel mitgespielt hat. Vielleicht entschuldigt er sich, macht es in irgendeiner Form wieder gut oder erklärt zumindest die Gründe, warum er so gehandelt hat – finanzielle Probleme und die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, zum Beispiel. Dann hätte derjenige das schlechte Karma diesen Menschen gegenüber wieder aufgelöst.

Ja, das ist möglich, man kann es auflösen, wie gesagt, beim Karma geht es eigentlich in erster Linie um einen Ausgleich, nicht um eine düstere Drohung oder gar um eine Verurteilung. Wie heißt die goldene Regel? „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ Wer sich daran hält, sollte eigentlich gut gerüstet sein beim Vermeiden negativer Karmapunkte.

In dieser Woche erscheint am Himmel der Vollmond im Zeichen der Fische. Das ist ein günstiger Zeitpunkt, um sich einmal seine eigenen Gedanken darüber zu machen, man sieht die Dinge plötzlich in einem größeren Zusammenhang. Gibt es Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie auf gutes oder schlechtes Karma zurückführen würden? Gibt es so etwas wie ein Familien-Karma, gibt es gar ein kollektives Karma? Die Vollmond-Energien helfen Ihnen, den Schleier zu heben.   

 

 


 

 


 

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