Tendenzen - für die aktuelle Woche vom 10.12 - 16.12

Zeit der echten Liebe

Auf diese Wochen dürfen wir uns freuen. Hervorzuheben ist vor allem das Sextil zwischen Venus im Skorpion und Saturn im Steinbock, das im positiven Sinne die Leidenschaften der Skorpion-Venus etwas dämpft und mehr Verantwortungsgefühl schenkt. Gradgenau ist dieser Aspekt am Wochenende, er wirkt aber bereits in den Tagen zuvor.

Venus und Saturn stehen für die echte, tiefe, treue und verlässliche Liebe. Etwas, das in unserer Zeit, in der immer noch mehr von persönlicher Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung die Rede ist, langsam abhanden zu kommen scheint. Klar, es greift das oft zitierte Wassermann-Zeitalter weiter um sich, das die Welt und die Menschen völlig neu erschaffen will. Bei all den Gedanken über die Freiheit, die sich heutzutage auf beinahe allen Ebenen zu verwirklichen sucht, und mit denen ich mich permanent privat, in astrologischen Artikeln oder Beratungen auseinandersetze, frage ich mich zunehmend: Was ist Freiheit überhaupt und wie weit darf sie gehen? Wann schaden unsere persönliche Freiheit und unser Drang nach Selbstverwirklichung etwa den Menschen, die uns nahestehen?
Vergessen wir nicht: Der Wassermann und seine Zeit, das ist auch eine kühle Zeit. Und Uranus, der Herrscher dieser Zeit, ist ein gnadenloser Abräumer, der alles zerstört, was nicht in seine Zukunftsplanungen passt. Eine Energie, die tatsächlich zunehmend die Menschen erfasst.
Ich meine, wir können sehr klar erkennen, dass trotz aller Vorteile, die diese Zeit mit sich bringt, doch auch eine Tendenz zu egoistischem Verhalten besteht. Dies scheint die Kehrseite der Medaille Selbstverwirklichung zu sein. Der Anspruch auf Freiheit, der jedem Menschen natürlich zusteht, scheint mir oft ein willkommener Vorwand, um sich vor unbequemer Verantwortung zu drücken. Doch der Preis für diese Lebenshaltung, die immer mehr Menschen besitzen, scheint mir sehr groß. Zwischenmenschliche Beziehungen, die unverbindlich bleiben, führen eben zu keinen Verbindungen, sondern letztlich geradewegs in die Einsamkeit. Und diese ist bereits zu einem riesengroßen Problem unserer Zeit geworden.
Immer wieder kann uns nur die Liebe retten. Wer liebt, darf niemals vergessen: Liebe schafft Verbindlichkeit und Verantwortung, vor der wir nicht flüchten dürfen. So gesehen ist es eine Gnade, wenn wir nicht völlig frei sind, sondern menschliche Bindungen haben, die uns etwas bedeuten, die wir aber auch pflegen müssen. Von nichts kommt nichts, auch nicht in der Liebe. Verantwortung und Verlässlichkeit mögen Worte sein, die alt und verbraucht anmuten. Sie gehören meiner Meinung nach aber zu den wichtigsten Tugenden der neuen Zeit.

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