Tendenzen - für die nächste Woche vom 18.02 - 24.02

Warum immer gleich Trennung?

Venus überquert Anfang der Woche Saturn. Ein klassischer Trennungsaspekt, der jetzt zu vielen Krisensituationen in Liebe und Ehe führen wird. Allerdings kann Neptun, der einen günstigen Winkel zu Venus und Saturn bildet, helfen Krisen zu bewältigen. An die Liebe glauben ist sehr wichtig.
Schaut man sich die aktuell hohe Scheidungsrate bei uns an (nahezu jede zweite Ehe wird geschieden), muss einem Angst und Bange werden, denkt man an Heirat. Die Ehe scheint ein völlig überholtes und veraltetes Modell zu sein. Ein Problem ist dabei sicherlich, dass eine Heirat oft mit dem Gefühl einhergeht: „Du gehörst mir jetzt!“ Und dieser Gedanke passt einfach nicht mehr in unsere Zeit, in der der freie und aufgeklärte Mensch sich nicht als Eigentum fühlen will. Die Liebe soll freiwillig sein, das ist ihre Natur. Sie lässt sich nun einmal nicht zwingen. Wir fordern mit Recht gegenseitige Achtung und Wertschätzung, und wir haben alle auch den Anspruch auf Selbstverwirklichung. Allerdings darf dies meiner Meinung nach alles nicht so weit gehen, dass wir damit jede Verantwortung ablehnen. Da wären wir auch schon wieder bei dieser kühlen, herzlosen Zeit. Wer richtig liebt, bindet sich bereits innerlich. Und er trägt bereits Verantwortung für seine Gefühle und die Liebe, die er beim anderen geweckt hat. Also, ohne Verantwortung geht es nicht! Ich bin außerdem der Überzeugung, dass die Ehe noch lange nicht tot ist, wenngleich der Ehevertrag doch ziemlich altertümlich erscheint und dringend überarbeitet gehört. Gar nicht sprechen wollen wir hier von der kirchlichen Trauung, die ebenfalls einer radikalen Grunderneuerung bedürfte. Denn unauflöslich, nein das ist die Liebe nicht, und diesen Anspruch darf die Ehe deshalb auch nicht haben. Dennoch, die Ehe lebt nach wie vor, weil sie letztlich ein extrem idealistisches Modell ist, mit dem die Hoffnung verknüpft ist, dass die Liebe ewig hält und dass es so etwas wie den einen Partner, den Lebenspartner gibt. Heiraten heißt tatsächlich an die große Liebe zu glauben, weshalb dem Gedanken der Ehe sogar etwas sehr Spirituelles, Modernes anhaftet. An die große Liebe zu glauben ist einfach ein wunderschöner Gedanke und ein hohes Ideal, das wir uns unbedingt bewahren sollten, auch wenn es sich nicht immer erfüllt. Diesen Glauben sollten wir ebenso an unsere Kinder weitergeben. Ganz sicher müssen wir die Liebe, die sich im Wandel befindet, neu sehen und begreifen lernen. Es lohnt sich aber immer, für die Liebe zu kämpfen. Das bleibt zu allen Zeiten gleich und das ist der Weg, der letztlich die Welt glücklicher und lebenswerter macht.

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