Frage der Woche

Wirkt das Horoskop auch nach dem Tod?

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Merkur und Uranus verbinden sich im Trigon und werfen eine spannende Frage auf.

Jede Woche beantworten wir eine Frage der Woche aus astrologischer Sicht. Diese Woche: Wirkt das Horoskop auch nach dem Tod?

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Das ist wohl eine der größten Fragen der Menschheit. Egal, in welchem Land oder in welchem Jahrhundert der Mensch auf der Erde weilt, irgendwann bemüht er sich darum, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

In dieser Woche verbinden sich Merkur und Uranus zu einem Trigon – das ist eine kosmische Einladung, sich mit dieser spannenden Frage zu beschäftigen.

JA.

Ein ganz klares Ja. Dazu sollte man aber erst einmal wissen, dass es so ein Geburtshoroskop aufgrund der Laufgeschwindigkeiten der Planeten nur einmal in 25000 Jahren geben kann. Mit anderen Worten: Unser Geburtshoroskop macht uns absolut einzigartig, selbst wenn nur ein paar Minuten später das Zwillings-Geschwisterchen das Licht der Welt erblickt.

Dieses Geburtshoroskop ist so etwas wie das Abbild eines Menschen, innerlich wie äußerlich. Es ist eine Blaupause, die Einzelheiten kommen später dazu, je nachdem, wie der Mensch sich dank seines freien Willens entscheidet und entwickelt.

Wie Sie sicher schon in der Astrowoche gesehen haben, wird das Horoskop in Form einer Radix aufgezeichnet, und diese Radix ist kreisförmig. Dieser Kreis symbolisiert die Unendlichkeit, den ewigen Kreislauf.

Warum sollte dieser durch das körperliche Ableben eines Menschen enden? Die Seele läuft sozusagen mit der Radix weiter mit. Wie soll, wie kann sich das auswirken? Dafür gibt es jede Menge prominenter Beispiele.

Bei Fürstin Gracia Patricia konnte man im Horoskop den tragischen Unfall ihres Schwiegersohnes mit dem Speedboot sehen. Bei Picasso, dessen Horoskop mit Sonne und Merkur im Zeichen Skorpion unter anderem plutonisch geprägt ist, erzielten die Erlöse seiner Bilder erst dann Höchstwerte, als Pluto Jahre nach seinem Tode durch den Schützen lief.

Oder nehmen wir ein aktuelleres Beispiel, die Prinzessin der Herzen, Lady Di. Jedes Mal, wenn bedeutsame Transite über die Planeten in ihrem Geburtshoroskop laufen, taucht ihr Name wieder in den Medien auf. Mal sind es angebliche Beweise, dass der tödliche Unfall in Paris kein Zufall war, mal gibt es neue mehr oder weniger spektakuläre Erkennt­nisse über ihr Privatleben, mal wird ihrer als Stilikone gedacht oder man mutmaßt, wie sehr sie, die Kinder so sehr liebte, sich über ihre beiden niedlichen Enkel gefreut hätte.

Diese Beispiele lassen sich nicht nur im Leben der Promis finden, auch im kleineren Kreise ist es immer wieder erstaunlich, wann sich plötzlich die Erinnerung an einen Menschen ins Bewusstsein schiebt, unabhängig von Jahrestagen oder Jubiläen. Dann denkt man in einer bestimmten Situation vielleicht: „Darüber hätte er oder sie sich aber gefreut.“ Unser kosmisches Vermächtnis, es bleibt bestehen.

NEIN.

Dieses Nein ist in erster Linie allen Skeptikern gewidmet, die bezweifeln, dass es überhaupt so etwas wie eine Seele gibt, geschweige denn, dass diese Seele unsterblich ist. Unter diesen Vorzeichen macht die Vorstellung, dass das Horoskop nach dem Tode weiterwirkt, natürlich auch keinen Sinn.

Von den Skeptikern einmal abgesehen, gibt es aber tatsächlich einen kritischen Punkt, der in diesem Zusammenhang angesprochen werden sollte: Im Hinduismus und Buddhismus glaubt man an die Wiedergeburt. Und so gehört in der indischen Astrologie der Tod ganz selbstverständlich zum Leben dazu, dort sieht man in der Berechnung des Todeszeitpunkts eine Art „Planungssicherheit“ für das Leben.

Hier, in unserer westlichen Gesellschaft, ist der Tod dagegen ein großes Tabu-Thema, man spricht nicht gern da­rüber. Von seriösen Astrologen wird deshalb auch erwartet, dass sie sich niemals zu einer Prognose in Sachen Todeszeitpunkt hinreißen lassen.

Man stelle sich nur vor, was das unter Umständen auslösen könnte – eine Art emotionales Sterben zum Beispiel, wenn man vor lauter Fixierung auf den Tod ganz vergisst, zu leben. Oder anders herum, jemand wird dadurch allzu sorglos, entfaltet nicht sein ganzes Potenzial oder setzt leichtsinnig Gesundheit und Leben aufs Spiel.

Deshalb sind der nachträglichen Deutung eines Horoskops beziehungsweise der laufenden Transite darüber auch gewisse Grenzen gesetzt. Natürlich ist es für Astrologie-Interessierte naheliegend, mal einen Blick auf die aktuellen Konstellationen rund um das Ableben herum zu werfen.

Doch daraus lassen sich keine allgemein gültigen Regeln ableiten, welche Aspekte unweigerlich zum Tode führen und welche nicht. Man müsste dann schon genauer forschen, aber davon hat man Abstand genommen. Und das ist auch gut so.

Trotzdem hat das Wissen, dass das Horoskop nach dem Tode weiterwirkt, doch auch etwas Tröstliches. Es ist, als würde man seinen kosmischen Fußabdruck in dieser Welt hinterlassen. Und es ermuntert einen dazu, noch weitere Fußspuren zu hinterlassen – in den Herzen der Menschen, die einen umgeben. Wer Liebe und ein Lächeln hinterlässt, hat alles richtig gemacht.

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