Allgeiers AstrowissenSo wichtig ist die Balance Ihrer Liebes-Beziehung!

Michael Allgeier verrät diese Woche im Astrowissen, welche Stern-Konstellationen aktive oder reaktive Einflüsse auf die Partnerschaft haben.

Inhalt
  1. Ungleichgewicht durch alte Rollen-Verständnisse?
  2. Rollen-Verständnis: Yin und Yang
  3. Rollen-Verständnis: Venus und Mars
  4. Männlichkeit und Weiblichkeit im Horoskop
  5. Imbalance und Anziehungskraft

 

Ungleichgewicht durch alte Rollen-Verständnisse?

Bei manchen Paaren mag die Synastrie, der Horoskopvergleich gar nicht einmal so ungut sein, und trotzdem mag die Beziehung nicht so richtig funktionieren. Vieles deutet dann auf ein Ungleichgewicht der Beziehung hin, das z. B. dadurch entstehen kann, dass der eine tatkräftig und selbstbewusst ist und der andere passiv und eher zweifelnd, was den eigenen Wert angeht. Im klassischen, wenngleich aus gutem Grund überholten Rollen-Verständnis spiegelt das häufig die tradierten Mann-Frau-Beziehungen wider. Er ist der Macher, sie die Helferin im Hintergrund, die ihm alles recht machen will und ihn oft auch noch in seiner Karriere stützt und fördert. Auch heute in unserer aufgeklärten Zeit können wir dieses Rollenverhalten (leider) noch sehr oft be­obachten. Der Mann strotzt vor Selbst­bewusstsein und protzt mit seinem Erfolg, die Frau macht sich klein, passt sich an, „verkauft“ sich beruflich oft unter ihrem Wert. Welche Erklärung hat die Astrologie dafür?

 

Rollen-Verständnis: Yin und Yang

Im chinesischen Yin und Yang, den polaren Natur­kräften, dem Ursprung des Seins, beinhaltet das männliche Yang Eigenschaften wie hell, hoch, hart, heiß, positiv, bewegt und aktiv, während das weibliche Yin für feucht, dunkel, weich, kalt, negativ, ruhig und passiv steht. Es gibt also eine ganz natürliche Männlichkeit, die darum bemüht ist, aktiv zu sein, die Initiative auch in der Beziehung zu ergreifen, und es gibt eine natürliche Weiblichkeit, die empfangend, hingebungsvoll, erwartend und reaktiv ist.

 

Rollen-Verständnis: Venus und Mars

In unserem spirituellen abendländischen Weltbild, das auch von der Astrologie geprägt ist, finden wir Yin und Yang in Form von Venus und Mars. Populäre Bücher, in denen etwa berichtet wird, dass Frauen von der Venus und Männer vom Mars stammen, führen allerdings zu einer sehr einseitigen, ja oft klischeehaften Einteilung von Mann und Frau, die im Leben oft nicht stimmt und durch die Überbetonung der Unterschiedlichkeit das Männliche wie Weibliche irgendwie abwertet. Letztlich werden damit alte und überholte Vorstellungen bedient, die nun eben nicht mehr in unsere Zeit passen und die dazu führen, dass Männer ihre Gefühle leugnen und Frauen sich nicht zutrauen, Karriere zu machen.

Die Wahrheit über Mann und Frau liegt wie immer in der Mitte. Natürlich haben Frauen von Geburt an normalerweise mehr Yin und verkörpern ihre Venus und ihren Mond, die Planeten der Weiblichkeit, während Männer oft mehr Yang sowie ihre männlichen Planeten Sonne und Mars verkörpern. Aber, den reinen Mann wie die reine Frau gibt es in Wirklichkeit nur sehr selten, weshalb wir uns nicht auf Mann und Frau und deren typische Verhaltensweisen reduzieren sollten. Auch eine Frau hat in ihrem Horoskop eine Sonne und einen Mars und ein Mann eine Venus und einen Mond, die männliche wie weibliche Wesensanteile in ihnen spiegeln.

 

Männlichkeit und Weiblichkeit im Horoskop

Wie weiblich nun eine Frau bzw. wie männlich ein Mann ist, erkennen wir vor allem an der Stellung dieser Planeten. Mond und Venus in den weiblichen Tierkreiszeichen Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock und Fische machen Frauen noch femininer. Und Sonne und Mars in den männlichen Zeichen Widder, Zwillinge, Löwe, Waage, Schütze und Wassermann einen Mann noch männlicher.

Letztlich entscheidet jedoch die Elementeverteilung aller Planeten im Horoskop darüber, wie viele männliche oder weibliche Anteile ein Mensch hat. Hat ein Mann z. B. einen Krebs-As­zendenten und auch sonst seine persönlichen Planeten Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars und Jupiter vorwiegend in weiblichen Zeichen stehen, dann hat er eben auch große weibliche Anteile in sich, ohne dabei gleich zu einer Frau zu mutieren. Er ist dann aber dennoch ein Mann, der Gefühle zeigen kann, oft sehr emotional ist und seinem Gespür noch mehr folgt als seiner Ratio und seinem Intellekt.

Und Frauen, die ihren Aszendenten etwa in einem urmännlichen Zeichen wie dem Widder stehen haben und ihre persönlichen Planeten weitgehend ebenfalls in männlichen Zeichen, haben dann auch ausgeprägte maskuline Züge, ohne deshalb Mann zu sein. Das sind dennoch die Frauen, die im Zusammen- leben meist die Initiative ergreifen, während die „weiblichen“ Männer oft sehr viel Empathie, aber auch eine gewisse Passivität besitzen und gerne die Frau machen lassen. In vielen Beziehungen funktioniert das auch ganz ausgezeichnet, auch wenn der Mann von der Venus und die Frau vom Mars zu kommen scheint.

 

Imbalance und Anziehungskraft

Wird ein Partner zu aktiv, zu dominant und der andere zu passiv, kann jedoch, wie gesagt ein Ungleichgewicht entstehen, das die Beziehung lähmt und die dafür verantwortlich ist, dass die gegenseitige Anziehungskraft schwindet. Menschen, die viel Wasser und Erde im Horoskop haben, also vorwiegend die weiblichen Zeichen besetzt haben, haben die Fähigkeit, abwartend zu reagieren, was zu einer reifen Persönlichkeit gehört. Sie müssen aber auch lernen, spontan und entschieden zu handeln, wenn es die Situation erfordert. Umgekehrt müssen die Menschen, die viel Luft und Feuer im Horoskop haben, bei denen also die männlichen Zeichen stark besetzt sind, lernen, Geduld zu wahren, aufzunehmen, zuzuhören, sich hinzugeben. Fehlende Elemente im Horoskop können durch Bewusstheit und entsprechendes Leben durchaus ersetzt werden, was uns hilft, ein gutes Gleichgewicht in unserer Beziehung herzustellen und uns weiterzuentwickeln.

 

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