Allgeiers Astro-Wissen

Wann ist es Zeit zu gehen?

"Gehen" oder "bleiben" sind oftmals die einzigen Antworten bei schweren Entscheidungen innerhalb von Beziehungen. Kann die Astrologie dabei Entscheidungshilfe geben? Michael Allgeier geht den Zeiten, in denen eine Trennung gelingen kann auf den Grund. 

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Wer vor der schweren Entscheidung steht „ bleiben oder gehen?“, fragt sich oft, ob es Anzeichen gibt, woran man erkennen kann, dass der Zeitpunkt richtig ist. Natürlich gibt es Entscheidungshilfen, doch oft bringen die gar nicht weiter. Es ist der eigene Mut gefragt, sich der Situation zu stellen und die Wahrheit für sich zu finden.

Wenn es Zeit wird zu gehen

Eines ist klar: Jede gute und vor allem langjährige Beziehung hat seine Krisenzeiten. Denn jede Liebe, so groß sie auch sein mag, hat ihre Herausforderungen und Prüfungen. Der Partner ist immer der größte Lehrmeister und Guru in unserem Leben, könnte man sagen. Und deshalb lohnt es sich in den meisten Fällen zu kämpfen, für die Liebe, für die Beziehung.

Manchmal ist die Beziehung aber auch schon lange tot und die Trennung überfällig. Und manchmal weiß man nicht so recht, besteht noch eine Chance oder nicht. Diesen Zustand beschreibt die Familientherapeutin Mira Kirshenbaum so: „Wenn eine Beziehung zu gut ist, um sie aufzugeben, und zu schlecht, um zu bleiben, dann befindet man sich in einer Beziehungsambivalenz“. Und diese Ambivalenz ist ein Zustand der nur schwer zu ertragen und unglaublich kräftezehrend ist. Warum tun wir uns nur so schwer, eine klare Entscheidung zu fällen? Oft steckt dahinter der eigene Anspruch, die richtige Entscheidung zu fällen. Und die Furcht, womöglich eine falsche zu treffen. Doch dieses Denken trägt dazu bei, dass wir uns selbst schachmatt setzen, uns einfach nicht trauen, unseren Impulsen zu folgen. Daher empfiehlt es sich nicht von richtigen oder falschen, sondern von klugen Entscheidungen zu sprechen. Aber es ist sicherlich richtig, dass erst einmal zu zögern.

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Voreilig die Flinte ins Korn zu werfen, würde man bereuen. Und wie gesagt: Schwierige Zeiten führen oft noch viel näher zusammen. Wer zu schnell die Flucht ergreift, verpasst seine Chance auf persönliches Wachstum und Heilung.

Die spirituelle Lehrerin Marianne Williamson drückt das so aus: „Das Licht der Liebe ist dazu bestimmt, auf die unheimlichen, schmerzenden Aspekte unserer Seele zu scheinen, auf jedes Stück früherer Zerbrochenheit, die unter den Felsen in unserem Herzen verborgen liegt. Aber in diesem felsigen Grab liegt auch unsere Energie, Leidenschaft und Lebenskraft. Anscheinend tot, aber doch nur schlafend. Die echte Liebe wird den Felsen wegschieben und unser Herz befreien.“ Doch oftmals ist es dennoch an der Zeit zu gehen, weil die Liebe eben einfach erloschen ist, das Paar sich entliebt hat oder gar körperliche und psychische Gewalt im Spiel ist. Auch wenn der Partner Alkoholiker ist, muss eigentlich dieser Schritt getan werden.

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Zeiten, in denen Trennungen gelingen

Es gibt Zeiten, da können uns die Sterne bei unseren Vorhaben unterstützen. Manchmal ist es sinnvoll, auf so eine Phase zu warten, wenn man sich alleine nicht traut. Man muss zwar trotzdem selber aktiv werden und den ersten Schritt tun, aber die vorherrschenden Energien können einen leichter über manche Hürde hinweg tragen. So können uns zum Beispiel einige Planetentransite durch das 7. Haus unterstützen.

Jupiter

Viele glauben, dass mit Jupiter in Haus sieben das große Glück in die Beziehung einkehrt. Das kann auch sein, wenn die Beziehung grundsätzlich in Ordnung ist. Aber wo zu viel im Argen liegt, vermögen auch Jupiters Heilkräfte nichts auszurichten. Sein Prinzip der Expansion und Fülle ist auf Wachstum angelegt und wo nichts mehr wachsen kann, weil es längst tot ist, wird die Sehnsucht nach einem neuen Glück übermächtig. Und die Chance, einen neuen, besseren Partner zu finden, ist unter seinem Einfluss gegeben. Trennt man sich unter diesem Jupiter-Transit, wird die Loslösung als unendlich große Befreiung empfunden.

Uranus 

Er ist der klassische Trennungsplanet schlechthin. Unter seinem Einfluss legt man mehr Wert auf individuelles Wachstum und die Kompromissbereitschaft sinkt. Eine gute Partnerschaft hält das aus, weil der eine Partner dem anderen sein individuelles Wachstum zugestehen kann. Bei einer Beziehung, die auf der Kippe steht, gibt es diese Toleranz nicht. Und gepaart mit dem unbändigen Freiheits- und Veränderungsdrang dieses Transits wird es zur Explosion kommen.

Saturn

Als das große Unglück wird er von den meisten gefürchtet. Doch das wird seiner Energie nicht gerecht. Er bringt auf alle Fälle Ernsthaftigkeit in das Beziehungsleben und wird den Stand der Dinge überprüfen. Was vorher schwer und unangenehm war, wird jetzt hart und unerträglich. Unter seinem Druck zerbricht, was keine Substanz hat, wo es an innerem Halt fehlt. Wo die Substanz aber gut ist, besteht die Chance durch gemeinsame Arbeit eine neue, festere und verantwortungsbewusstere Beziehung aufzubauen.

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