Allgeiers Astro-WissenDer Mond und die mediale Begabung

Inhalt
  1. Die Stellung des Mondes verrät die mediale Begabung
  2. Medialität ist nicht immer ungefährlich
  3. Dem eigenen Gespür folgen

In der aktuellen Astrowoche klärt uns unser Chefastrologe Michael Allgeier über den Mond und seinen Einfluss auf unsere mediale Begabung auf.

Telepathie ist ein großes Thema im fortschreitenden Wassermann-Zeitalter, die Gedankenübertragung, die fast jeder schon einmal ungewollt erlebt hat, die jetzt und in Zukunft viele Menschen bewusst üben und zur Meisterschaft bringen werden. Medialität ist ein weiterer Begriff, der schon länger in der spirituellen Szene herumgeistert und viele Menschen fesselt. Doch was ist ein Medium genau und wer ist es, wer kann es sein und wer kann es werden?

Im Allgemeinen versteht man unter Medium eine Art Vermittler, der zwischen dieser und der jenseitigen Welt Informationen austauscht. Konkret tritt ein Medium mit der geistigen Welt in Kontakt, um von dort Informationen zu erhalten, die uns bei irdischen Problemlösungen behilflich sein sollen. Diesen Vorgang nennt man wiederum Channeln, ein Wort, das aus dem Englischen stammt und für Kanal steht. Ein Medium ist deshalb auch eine Art Kanal zwischen den Welten, eine Art Botschafter, das eben alleine die Aufgabe besitzt, zu vermitteln und Wissen weiterzugeben – von oben nach unten.

 

Die Stellung des Mondes verrät die mediale Begabung

Wer medial „arbeiten“ will, muss sich eine gewisse Sensibilität und Feinfühligkeit aneignen, die astrologisch vor allem dem Mond zugeordnet wird und die deshalb Menschen von Natur aus besitzen, die ein starkes Mond-Thema in ihrem Horoskop aufweisen. Zuerst denken wir in diesem Zusammenhang an eine starke Besetzung des Krebses, der ja Herrscher des Mondes ist. Krebs-Aszendent etwa hat normalerweise diese Feinfühligkeit und die Sensibilität, die vonnöten sind, um medial zu arbeiten. Abhängig davon ist aber auch die Stellung des Mondes

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Bei 1. Haus-Besetzung kann der Mond sehr stark öffnen für Eindrücke, die von außen kommen. Diese Menschen sind an und für sich schon so etwas wie ein Kanal für Empfindungen und Gefühle. Bei 4. Haus-Besetzung oder wenn der Mond im Krebs steht, besteht vor allem dann eine mediale Begabung, wenn der Mond in unmittelbarer Nähe zum IC steht. Der Mond bei 7. Haus-Besetzung ist wiederum ein Kanal zu anderen, nicht nur zu Mitmenschen, sondern auch zu Seelen im Jenseits. Diese Menschen schaffen es vielleicht am leichtesten, Kontakt zur anderen Welt aufzunehmen, haben aber auch oft die größten Abgrenzungsprobleme im realen Leben.

Der berüchtigte Mond im Skorpion, sowie der Mond bei 8. Haus-Besetzung, dem irdischen Spiegel des Skorpions, fühlt regelrecht in die Tiefe und kann starke Heil- und Suggestivkräfte besitzen und sich mit anderen Seelen und Wesenheiten innerlich verbinden. Ähnliches kann auch bei Mond-Pluto-Aspekten, vor allem den spannungsvollen wie die Konjunktion, das Quadrat und die Opposition beobachtet werden. Steht der Mond in Haus 12 oder bildet Aspekte mit Neptun, finden wir wiederum eine große Feinfühligkeit vor, die bei einigem Training zur Hellfühligkeit führen kann. 

 

Medialität ist nicht immer ungefährlich

Grundsätzlich kann wie gesagt jeder medial arbeiten, allerdings ist das nicht immer empfehlenswert. Denn die Öffnung in unbekannte Höhen kann auch zur Öffnung in unbekannte dunkle Tiefen werden. Konkret ist damit gemeint, dass Menschen, die innerlich nicht gefestigt sind und möglicherweise sogar unter größeren seelisch-psychischen Problemen leiden, gestürzte Wesenheiten, vielleicht sogar Arten von Dämonen anziehen und diese dann für Lichtgestalten halten. Es stellt sich auch die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, z.B. mit Verstorbenen in Kontakt zu treten. Manchmal rufen wir auch Geister, die wir nicht mehr loswerden. 

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Unser Rat ist daher: Wer seine medialen Fähigkeiten austesten will, sollte dies unter seriöser Anleitung tun und sich möglicherweise durch entsprechende Reinigungsrituale erst darauf vorbereiten. Man kann sich durch gefährliche mediale Arbeit seelisch und geistig verausgaben und verunreinigen und in seiner persönlichen Entwicklung stehenbleiben, ohne es vielleicht zu merken. 

 

Dem eigenen Gespür folgen

Über unsere Seele, über unsere Gefühle, Träume, Instinkte und Empfindungen erhalten wir alle auch ohne jedes Channeling Botschaften, die sehr wichtig für uns persönlich und unseren Lebensweg sind. Menschen sind geistige Wesen und der Mond, unsere Seele, ist der Eingang zum tiefen Reich des Unterbewusstseins, in dem das kollektive Wissen der Menschheit gespeichert ist. Wir wissen daher alle viel mehr, als wir denken und uns zutrauen. Wir haben vor dieser inneren Welt oft eine große Scheu, ja Angst, weil sie uns in Tiefen hinabführen kann, die uns möglicherweise irritieren und aus der Bahn werfen können. Deshalb ist es auch enorm wichtig, immer die Bodenhaftung zu bewahren, wenn man sich mit spirituellen Inhalten, wie eben auch dem Channeln, auseinandersetzt.

Fast jeder von uns dürfte den einen oder anderen abgehobenen „Esoterik-Spinner“ kennen, der mehr wie ein Verlorener als ein Geretteter erscheint. Menschen, die mit Gewalt etwas Anderes sein wollen, als sie sind und die unter Umständen mit niedrigen Foppgeistern verbunden sind, driften nur allzu schnell in Wahnsinn, einer persönlichen Überhöhung, Verblendung, Scheinheiligkeit und Scharlatanerie ab. Wer sich selbst und seiner inneren Führung treu bleibt, die in Verbindung mit dem Mond, der Seele steht, wer sich selbst ehrlich reflektiert und nicht vergisst, seinen Verstand einzusetzen, wer sein Bewusstsein nach oben zu den Engeln richtet, der wird diese Gefahren sicher umschiffen können.

 

 

 

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