Allgeiers AstrowissenDer Partner hält uns stets den Spiegel vor

Es geht an die Synastrie, der Partnerhoroskopvergleich: Bei Paaren, die ein intensives Miteinander haben, werden wir auch viele prägnante Interaspekte beobachten können, harmonisch wie disharmonisch.

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Nur Harmonien gibt‘s fast nicht und sind wie gesagt auch nicht unbedingt erwünscht. Der Partner bzw. die Partnerschaft sollen für uns in einem höheren Sinne ja auch die Lebensschule sein, die unsere menschliche Entwicklung vorantreibt, wie immer diese auch aussehen mag. Ohne Widerstand und Reibung würden wir uns nicht entwickeln. Und Sie wissen ja: Der Partner übernimmt immer wieder gerne den Part, der einem den Spiegel vorhält und uns zeigt, wo wir wirklich stehen. Wir ziehen tatsächlich immer Menschen an, die uns irgendwie herausfordern, uns zumindest zeitweise an unsere eigenen Grenzen bringen und darüber hinaus. Das gehört zu einer Partnerschaft einfach dazu.

Können Trennungen astrologisch vorhergesagt werden?

Es ist für eine Beziehung immer schwierig, wenn sie sich auf ein Verhalten einigt bzw. auf lediglich einer Ebene trifft, weil die ganzen anderen nicht funktioniert haben. Beziehung bedeutet Reibung und Auseinandersetzung mit der gesamten Persönlichkeit des jeweilig anderen. Ein Mensch hat nicht nur ein Gesicht, sondern viele unterschiedliche. Und in einer engen Beziehung, die wachsen und sich entwickeln soll, werden wir nicht umhinkommen, auch in das hässliche Gesicht unseres Partners zu blicken und es zu akzeptieren. Leugnen wir die Schattenseiten von uns selbst und von unserem Partner, ist die Gefahr groß, in die sogenannte Harmoniefalle zu geraten, die oftmals der Anfang vom Ende einer Beziehung ist.

Im Geburtshoroskop liegt das 1. Haus, das Ich, dem 7. Haus, dem Du gegenüber. Das ist die natürliche Polarität, die sich im Tierkreis, dem Aufbau der Welt, widerspiegelt. Das heißt, dass unser Partner im Idealfall immer das Gegenstück von uns ist, die Ergänzung, die uns fehlt. Jede Polarität zeigt aber auch eine Opposition, einen Spannungswinkel zwischen zwei Kräften an, der bewältigt werden will. Insofern bedeutet jede Liebesbeziehung Reibung mit dem Partner und Arbeit an sich selbst. Es ist also keineswegs negativ zu sehen, wenn Paare streiten. Sie brauchen das, um sich gegenseitig herauszufordern und um sich abzugrenzen, wenn es nötig ist. Eine Partnerschaft hilft einem letztlich im idealen Sinne, sich selbst zu erkennen und besser zu reflektieren. Darin liegt ihre ganz große Wachstumschance.

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Aber, es gibt in jeder Partnerschaft größere Schwierigkeiten und Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Wir alle haben mehr oder weniger Schattenseiten, die aus seelischen Verletzungen, schwierigen Eigenschaften, unterdrückter Wut und Trieben bestehen. Der berühmte Tiefenpsychologe C.G. Jung sagte dazu: „Der Schatten ist alles das, was du auch bist, aber auf keinen Fall sein willst.“ Und so geschieht es, dass wir unsere Schatten oftmals auf unseren Partner übertragen, mit dem wir normalerweise im engsten zwischenmenschlichen Austausch von allen Menschen stehen, die wir kennen. Er ist also ein fester Bestandteil unseres Lebens, weshalb es in nahezu jeder Partnerschaft auch immer wieder zu Grenzverletzungen und Übergriffen kommt.

Viele Menschen empfinden ja gerade in langjähriger Ehe ihren Partner mehr oder weniger unbewusst als eine Art Besitz, und so kommt es, dass das verschmolzene Ich und Du oft so ineinander verzahnt sind, dass wir alle möglichen schwierigen Charakterzüge, Ängste und Unzulänglichkeiten in unserem Partner sehen und erkennen wollen, die im Grunde genommen auch ein großer Teil von uns selbst sind. Die eigenen Schatten versuchen wir wegzuschieben und zu verdrängen, so gut es eben geht. Projektionen der eigenen Schatten gibt es zuhauf und sind ein ganz großes Thema in den meisten Partnerschaften. Niemand ist davor gefeit. Den eigenen Schwächen und weggeschobenen Schatten auf die Spur zu kommen, ist nicht einfach.

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Auch gute Astrologen haben ja oft größte Probleme mit dem eigenen Horoskop. Und Psychologen und Therapeuten bohren lieber in der Seele ihrer Patienten, als einen Blick in ihre eigene zu werfen. Für eine Partnerschaft ist es aber unglaublich belebend und befreiend, wenn die einzelnen Partner nur ein wenig bereit sind, sich zu reflektieren. Leider weichen viele dem aus, indem sie sich ganz trennen und eben alles Negative ihrem Partner zuschieben. Das Leben aber ist ehrlich und oft gnadenlos gerecht. Denn die eigenen Schatten werden wir nicht los, auch mit tausenden Trennungen könnten wir sie nicht abkappen.

In der Astrologie hat nun das 7. Haus der Partnerschaftsbereich in unserem Horoskop, eine größere Bewandtnis in Bezug auf unsere Schatten. Vor allem Mars und Saturn, der klassisch kleine bzw. große Übeltäter, ziehen hier längere Schatten nach sich. Konkret wird ein Mensch, der Mars in Haus 7 hat, Partner anziehen, die irgendwie den Ton in der Beziehung angeben. Die Beziehung ist meist sehr lebendig, aber auch voller Streit und Auseinandersetzungen, die einfach kein Ende finden.

Der sichere Griff nach dem bzw. der Falschen: Was steckt dahinter?

Der Mensch mit Mars in Haus 7 wird sich selbst dabei in aller Regel als den friedliebenden Part der Beziehung empfinden, der immer wieder von seinem Partner streitlustigen Partner angegriffen wird. Mars steht hier also nicht nur im Du, sondern wird dem Du auch meist vollständig zugeschoben. Und so kann es sein, dass der Partner des Menschen mit Mars in Haus 7 nicht mehr aus der Mars-Rolle herauskommt, immer der „Streithansel“ bleibt und immer der ist, der in Beziehung im Sinne des Mars die Entscheidungen trifft und die Initiative übernimmt. Eine entspannte und harmonischere Beziehung zwischen den beiden kann es erst dann geben, wenn der Mars-Eigner erkennt, dass er seinen Mars, das heißt seine Aggression und sein Handeln abgibt, anstatt selbst zu leben und in sich zu integrieren.

Letztlich ist das mit allen Planeten so, die sich in unserem 7. Haus befinden. Wir haben die Aufgabe, sie zu uns zurückzuholen und als uns zugehörig zu akzeptieren. Bei den „Übeltätern“ ist das aber eine besonders schwere Aufgabe. Saturn im 7. Haus zeigt an, dass wir gerne alles, was mit Saturn im Positiven und Negativen verknüpft ist, gerne an unseren Partner abgeben. Das heißt, er ist derjenige, der die unangenehmen Verantwortungen und Pflichten übernehmen soll, der zudem Halt schenken soll, der aber fast immer auch in die Rolle des Neinsagers und Spielverderbers kommt. Doch niemand möchte auf Dauer den reinen Saturn spielen, auch wenn er vom Naturell her noch so verantwortungsvoll und ernst ist.

Saturn-Aspekte in der Partnerschaft

Liebesbeziehungen sind immer der Spiegel, in dem wir uns finden. Philosophisch könnte man sagen, dass wir uns durch die Augen unseres Gegenübers selbst erkennen können. C.G. Jung sagte dazu: „Das Treffen zweier Persönlichkeiten ist wie der Kontakt zweier chemischer Substanzen: Wenn es eine Reaktion gibt, werden beide transformiert.“

 

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