Astro-WissenDer sichere Griff nach dem bzw. der Falschen: Was steckt dahinter?

Im Grunde genommen müssen wir uns fragen, ob es den oder die Falsche in einem höheren Sinne überhaupt gibt oder ob nicht jede größere Begegnung seine Richtigkeit im Leben hat. Schließlich haben wir die Chance durch jede Beziehung, so schlecht sie auch sein mag, zu lernen und daran zu wachsen.

Sicher brauchen die meisten von uns mehrere „schlechte“ Beziehungen, um zu wissen, wer zu uns passt und was wir überhaupt wollen. Häufen sich diese Beziehungen aber in schöner Regelmäßigkeit und in einer größeren Zahl, sollte man sich ernsthaft fragen, ob man nicht zu den vielen Unglücklichen gehört, die immer wieder auf den (die) Falsche(n) hereinfallen. Warum lassen sich diese Menschen immer wieder auf denselben endlosen Kreislauf aus Verletzen, Verzeihen und abermaligem Verletzen? Manche, so scheint es, bleiben nur bei ihrem Partner, um verletzt und nicht um geliebt zu werden.

Handfeste Liebesprobleme, die ihren Ursprung in der Kindheit oder sogar in vorigen Leben haben, scheinen der tiefere Grund für solch falsche Verhaltensweisen und Partnerwahl zu sein. Bisweilen ist die „falsche“ Partnerwahl eine wunderbare Möglichkeit, Seelenhygiene zu betreiben, das heißt die eigenen ungeliebten, schlechten Seiten loszuwerden. Eine solche Art von Selbststabilisierung wird in der Psychologie auch „interpersonelle Abwehr“ genannt.

In der Astrologie scheint das Ganze weniger kompliziert. Der Aszendent ist das Ich, der Deszendent das Du, das völlige Gegenteil vom Aszendenten, sozusagen seine perfekte Ergänzung.Typisch für diese Konstellation ist, dass die betroffenen Menschen, sollten sie auf einen Partner treffen, der sie mit Liebe überschüttet, sich nicht angesprochen fühlen. Venus-Saturn führt in der Folge zu Bindungsängsten, die häufig dadurch gelöst werden, indem sich die Betroffenen einfach einen Partner suchen, der nicht frei ist. Umso mehr dafür zu dem erneuten Gefühl, weniger wert zu sein und nicht geliebt zu werden. 

Chinesischer Aszendent: So wird er richtig berechnet

Das Nichtgeliebtsein-Thema, das zum Programm werden kann, geht manchmal auch mit Saturn in Haus 2 (Spiegel des Stiers, Zeichenherrscher Venus) oder Saturn in Haus 7 (Spiegel der Waage, Zeichenherrscher Venus) einher. Gerade die Menschen mit Saturn in Haus 2 leiden oft heftig unter dem Gefühl, keine Anerkennung zu bekommen und suchen sich dann häufig einen Partner, der ihnen diese dann auch tatsächlich verwehrt, als bräuchten sie genau diesen Widerstand, um an sich und ihrem Defizit zu arbeiten.

Saturn-Aspekte in der Partnerschaft

Bei Saturn in Haus 7, dem Partnerschaftsbereich im Horoskop, zieht man grundsätzlich Menschen an, die die Saturn-Rolle in der Beziehung übernehmen, also den ernsten, pflichtbetonten Part übernehmen. Da Saturn aber auch der Karmaplanet ist, kann seine Stellung hier auch ein Vorzeichen dafür sein, dass man in Punkto Partnerschaft noch etwas aufzuarbeiten hat, was vielleicht einst unter unguten Umständen endete. 

Eine große Rolle spielt in Bezug auf falsche Partnerwahl häufig natürlich Neptun, der gerne Traumschlösser aufbauen lässt. Menschen, die Venus-Neptun-Spannungen oder Neptun in Haus 7 haben, neigen dazu, sich schnell ein Idealbild des Partners zu kreieren, der diesem nicht gerecht werden kann. Am Ende stehen ein Desillusionierungsprozess und die bittere Klage, immer an den Falschen zu geraten. Sie haben sich in ein Bild verliebt und nicht in einen realen Menschen.

Neptunier – Menschen, die sich schwer tun, zu handeln

Zur Idealisierung ihres Partners neigen außerdem Frauen mit Sonne-Neptun-Spannungen und Männer mit Mond Konjunktion, Quadrat oder Opposition Neptun. Sie sehen nur die schönen Seiten ihres Partners und neigen dazu, die Augen vor seinen weniger schönen Eigenschaften zu verschließen.

Aber, es gibt eben auch ganz konkrete Aspekte im Geburtshoroskop, die zumindest die richtige Wahl, was den Partner betrifft, deutlich erschweren können. In männlichen Horoskopen wären das vor allem die Spannungswinkel, also die Konjunktion, das Quadrat oder die Opposition zwischen Venus und Saturn. Der Grund: Venus zeigt im männlichen Horoskop immer an, welchen Typ von Frau er begehrt. Mischt sich Saturn ein, besteht hier die Neigung Frauen zu begehren bzw. anzuziehen, die irgendwie unpassend sind.

Rückläufige Planeten: Ihre Bedeutung im Geburtshoroskop

Im Horoskop einer Frau verrät Mars, welchen Typ von Mann sie anzieht. Steht Mars nun in Konjunktion, Quadrat oder Opposition mit Saturn, wächst die Gefahr, eben immer wieder den Faschen zu begehren. Mars-Saturn-Spannungen machen au­ßerdem dazu geneigt, Liebe erzwin­gen zu wollen, was immer schief gehen muss. Frauen und Männer mit diesen Aspekten haben oft Probleme, es einzusehen und zu akzeptieren, wenn ihre Liebe nicht auf Gegenliebe stößt.

Liebe lässt sich nicht erzwingen, Liebe lässt sich nicht manipulieren, Liebe kommt immer dann, wenn wir nicht damit rechnen. Warum das so ist? Wenn wir nicht damit rechnen, sind wir offener, was die Voraussetzung dafür ist, dass Liebe überhaupt geschehen kann.

 

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