Allgeiers Astro-WissenWarum die zweite große Liebe oft die glücklichere ist

Chefastrologe, Michael Allgeier, beantwortet die Frage, warum die zweite große Liebe oft die glücklichere ist und was man aus der ersten großem Liebe lernen kann.

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Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

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Sie grübeln, wie Sie alles rückgängig machen können, denken nur noch an den Ex-Partner. Was Sie jetzt auch machen, alles ist falsch. Rufen Sie den Ex-Partner an, um mit ihm zu sprechen oder ihn gar umzustimmen, wird alles noch schlimmer, da Sie die kalte Ablehnung immer noch deutlicher spüren und das Gefühl, der einsamste Mensch der Welt zu sein, immer noch größer wird. Ja, es kann ungemein grausam sein, wenn man von einem Menschen verlassen wird, von dem man gedacht hat, dass er die große Liebe des Lebens war.

Eine solche Trennung bedarf häufig eines schmerzhaften Ablösungsprozesses, der sich oft über Jahre hinzieht, sofern das Paar über viele Jahre hinweg verbunden war und es sich um eine ganz große Liebe, möglicherweise um eine Jugendliebe handelte. Das sitzt tief. Denn der Mensch, der eben gegangen ist, war ein großer Teil des eigenen Lebens. Genauso gut hätte man einem das Herz herausreißen können.

Der sichere Griff nach dem bzw. der Falschen: Was steckt dahinter?

Nicht immer kann man sagen, dass eine Beziehung schlecht war, nur weil sie auseinandergeht. Aber an manchen Punkten des Lebens driftet die persönliche Entwicklung eben oftmals auseinander. Das ist letztendlich normal und gehört zum Lauf der Dinge. Hier kann nur die Zeit die Wunden heilen. Stehen bleiben, im Leid versinken und warten, bis der Schmerz ein Ende hat, nein, darauf können wir aber gewiss nicht warten. Leben ist Bewegung und Dynamik, der wir uns letztlich nicht verschließen können. Und ja, ein Ende ist immer ein neuer Anfang und wer weiß, was das Leben noch zu bieten hat …

Die meisten Trennungen passieren wegen eines neuen Partners. Hier werden aber oftmals alte Probleme mitgenommen, deren Lösung durch die Trennung allenfalls aufgeschoben werden. Größere Krisen sind in jeder langjährigen Verbindung völlig normal. Nur: Die einen bewältigen sie, andere Paare werfen die Flinte ins Korn. Man muss jedoch nicht zwangsläufig eine Ehe als gescheitert betrachten, weil man sich trennt und scheiden lässt. Es gab ja schließlich auch gute Zeiten, und die gehören genauso untrennbaren zu unserem Leben wie die eher anstrengenden Phasen. Immer alles nur in Gut und Schlecht einzuteilen ist unreif, ist im Grunde genommen höchst einfältig und primitiv.

Wie sich Menschen durch einen Partnerwechsel wandeln

Das Schöne, aber auch gleichzeitig das größte Problem der ersten großen Liebe, womöglich der „Sandkastenliebe“, ist ihr Glaube an die Unendlichkeit. Die innere Gewissheit, dass ihre Liebe nichts erschüttern und die Familie nichts entzweien kann. Sie ist gut und wunderbar, verleitet Menschen aber auch dazu, nachzulassen, sich nicht mehr um ihre Liebe zu bemühen. Denn die ist ja da, für immer und ewig. Genau dieses Denken scheint aber eine der größten Fallen zu sein, in die auch die besten Beziehungen hineintappen können.

Eine gereifte Beziehung, die zweite oder dritte große Liebe in unserem Leben, ist auch gleichzeitig die große Chance, aus Vergangenem zu lernen. Loslassen können, dem anderen Raum lassen, damit er sich entfalten kann, die gegenseitige Achtung und den Respekt voreinander bewahren, sich auch sexuell bemühen, wach bleiben, was die Bedürfnisse des anderen betrifft – all dies sind Grundvoraussetzungen, dass eine Beziehung bestehen bleibt. Der erfahrene Mensch weiß, dass Liebe nur freiwillig sein kann. Man kann sie nicht zwingen. Wir müssen uns täglich neu um sie bemühen. Sie ist nichts, was wir einmal erworben und für immer fest haben.

Das Gute an Trennungen ist, dass sie uns radikal an unsere persönlichen Grenzen stoßen lassen und geradezu schonungslos unsere Schwächen aufdecken, was uns erst einmal runterzieht und an uns selbst zweifeln lässt. Vor allem, wenn wir verlassen wurden. Wir fühlen uns nicht mehr so großartig wie einst. Doch, man kann es gar nicht oft genug wiederholen, darin liegt auch die riesige Chance. Denn jetzt haben wir auch eine wesentlich größere Bereitschaft, da hinzuschauen, wo es wehtut und wo wir früher die Augen verschlossen hatten. 

Kann die Astrologie bei Beziehungskrisen helfen?

Wir müssen uns erst selbst finden, bevor wir unsere neue große Liebe erkennen können. Ganz wichtig ist nur, dass wir diese Offenheit mitnehmen, konservieren, bewusster zu leben beginnen, um der Liebe in Zukunft eine Chance zu geben. Wir haben verstanden: Wir müssen wach bleiben, dürfen niemals aufhören, um unsere Liebe zu kämpfen. Sicher, der Alltag ist hart und nüchtern, wir haben viele Sorgen, die das Leben belastet und nicht immer sind wir offen für Liebe und Gefühle. Im Idealfall ist die Partnerschaft aber auch eine Oase, in der wir uns ausruhen und zu uns selbst finden können.

Oftmals erleben wir bei der zweiten oder vielleicht gar dritten großen Liebe, dass Eigenschaften, für die wir in der alten Beziehung noch permanent kritisiert wurde, plötzlich ankommen, den neuen Partner vielleicht sogar verzaubern. Ein Zwillinge-Mann z.B., der immer viel und gerne plaudert und sein Herz sozusagen auf der Zunge trägt, wurde von seiner Ex-Frau zunehmend als Schwätzer entlarvt. Die neue Frau hat nun vielleicht ihren Mars in den Zwillingen, begehrt also genau diesen witzigen und kommunikativen Typ von Mann, der für sie auch dann einen unglaublichen Charme hat, wenn er Blödsinn von sich gibt. Frau und Mann müssen das Glück haben, einen Partner zu finden, der sie nicht nur versteht, sondern auch für einen begeistern kann. Und gerade in vermeintliche Schwächen kann man sich ja häufig unsterblich verlieben.

Mars-Energie, die in einem schlummert, will gelebt werden

Rein astrologisch weisen sogenannte „Übeltäter“ wie Mars, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto im 7. Haus des Geburtshoroskops darauf hin, dass es tendenziell nicht bei der ersten großen Liebe und Ehe bleibt. Finden sich mehrere dieser „Übeltäter“ im Partnerschaftshaus, gibt es oft genauso viele Scheidungen wie ihre Anzahl in diesem Bereich. Das ist klassische Lehre und leider oft sehr wahr. Es gibt jedoch für diese Menschen keinen Grund aufzugeben. Sind das 7. Haus und seine schwierigen Beziehungen durchlebt, werden in der Folge Partner angezogen, die dem 9. Haus und seiner Beschaffenheit im Horoskop entspricht. Darauf gewinnt das 11. Haus an Bedeutung für die Partnerschaft usw. Letztlich ist alles Erfahrung, die der eine mehr, der andere weniger machen muss, um sein Glück zu finden.

 

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