Allgeiers Astro-WissenDie machtvolle Weiblichkeit

Macht haben und Stärke zeigen ist für viele Frauen immer noch ein Tabu, da sie fürchten, dadurch an Weiblichkeit zu verlieren. Doch muss das wirklich so sein? 

Inhalt
  1. Mond-Mars: Kampfkraft mit Gefühl
  2. Mond-Pluto: Die Macht der Seele
  3. Machtvolle Weiblichkeit: Gefühlsstärke und Leidenschaft
  4. Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!

Machtvolle Weiblichkeit – wie nähert man sich einem Thema, in dem zwei Prinzipien nebeneinanderstehen, die in unserer Gesellschaft nicht unbedingt zusammenpassen: Weiblichkeit und Macht? Macht gehört im Allgemeinen eher in Männerhände, und Frauen, die eine Machtposition einnehmen, sind immer noch die Ausnahme. Auch wenn sich heute langsam ein Wandel ankündigt. Immerhin ist der mächtigste „Mann“ in unserem Staat eine Frau!

Doch der Wandel geschieht noch recht zäh. Schließlich sind die Machtpositionen vorwiegend von Männern besetzt, die sich nicht allzu gerne daraus verdrängen lassen. Doch ist es wirklich diese Art von Macht, um die es den Frauen geht? Die wirtschaftliche, politische oder finanzielle Macht? Das Gefühl sagt, dass da etwas anderes gemeint sein müsse.

Und da sind wir auch auf dem richtigen Weg – beim Gefühl. Denn astrologisch liegen wir mit dem Mond sowohl als Symbol für Weiblichkeit als auch für Gefühl richtig. Und die Macht lässt sich symbolisch in Mars und Pluto wiederfinden. Was macht sie also aus, die Powerfrauen mit Mond-Mars und Mond-Pluto-Bezügen? Und was können wir anderen vielleicht sogar von ihnen lernen?

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Mond-Mars: Kampfkraft mit Gefühl

Frauen mit Mond-Mars-Aspekten (in abgeschwächter Form auch Widder-Mond oder Mond in Haus 1) verfügen über eine starke, impulsive und ursprüngliche Energie, die sie oft furchtlos und mutig handeln lässt. Sie tragen in sich ein inneres Feuer der Leidenschaftlichkeit, das sie sehr spontan und unerschrocken vorgehen lässt. Besonders dann, wenn ihre Emotionen, ihr innerstes Gefühl, von einer Sache angesprochen ist. Mars ist eine aktive, nach außen gerichtete Kraft. Wenn der Mond-Mars-Frau also etwas wichtig ist, dann wird sie es auch tun.

Sie handelt, auch wenn sie dabei mal einen Fehler begehen könnte oder sich über Grenzen hinwegsetzen müsste. Vor allem hat sie einen starken Beschützerinstinkt. Sich selbst gegenüber, aber auch für ihre Kinder oder anderen Schutzbefohlenen. Sie verteidigt diejenigen, die selbst zu schwach sind, um für ihre Rechte einzutreten. Dann fasst sie sich ein Herz und tut das, was getan werden muss.

Dabei ist sie offen und direkt, geht ohne Umschweife auf ihr Ziel los und verteidigt ihr Revier. Eine ihrer größten Stärken ist, dass sie sich von Misserfolgen nicht entmutigen lässt. Sie weiß, dass nicht immer alles auf Anhieb klappen kann und hat kein Problem damit, nach einer Niederlage wiederaufzustehen und weiterzumachen. So lange, bis sie dahin gelangt ist, wo sie hin wollte.

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Mond-Pluto: Die Macht der Seele

Mit den Mond-Pluto-Aspekten (in abgeschwächter Form auch Skorpion-Mond oder Mond in Haus 8) ist das Thema Macht schlechthin verbunden. Hier ist die Weiblichkeit mit einer großen Seelentiefe verbunden. Das Abtauchen in die Tiefen des eigenen Selbst und in die des kollektiven Unbewussten. Weibliche Macht kann hier seine reinste Ausdrucksform finden, doch ist es auch ein gefährlicher und oftmals langer Weg, dahin zu gelangen. Denn dieser Aspekt braucht viel innere Reife, um segensreich angewandt zu werden.

Viele Frauen bleiben zunächst in der Erleidensform Plutos hängen, in der Erfahrung von Ohnmacht, Abhängigkeit oder Unterdrückung. Erst in der Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Stärken und Schwächen kann der Weg zur Regeneration, zur Heilung und Ganzwerdung gegangen werden. Viele Frauen mit Mond-Pluto fühlen sich zur Spiritualität in ihren vielen Erscheinungsformen hingezogen. Sie spüren instinktiv das Potenzial an seelischer Macht, das in ihnen schlummert.

Hexen, Schamaninnen, Heilerinnen verfügen oft über diese Stellung. Dank ihrer intuitiven und psychologischen Begabung können sie Wunden und Schwachstellen an Körper und Seele auffinden und mit der ihnen eigenen Befähigung zur Transformation verwandeln. Es versteht sich von selbst, dass solche Kräfte und Fähigkeiten einer großen inneren Festigkeit und Reife bedürfen. Denn wer plutonische Kräfte benutzt, muss sie altruistisch einsetzen. Wer aus egoistischen Motiven handelt, wendet diese Energien letztendlich gegen sich selbst.

 

Machtvolle Weiblichkeit: Gefühlsstärke und Leidenschaft

Doch was können die anderen Frauen, die nicht über diese Aspekte verfügen, daraus lernen? Sowohl Mond-Mars- als auch Mond-Pluto-Frauen haben eines gemeinsam: Sie verfügen über eine große Leidenschaftlichkeit. Das, was sie tun, tun sie ganz – mit Herz und Seele! Das gibt ihnen die Kraft und Energie, die es braucht, um sich auch mal gegen Widerstände durchzusetzen. Und das gilt ganz allgemein: Mut, Stärke und Durchsetzungskraft erwachsen aus der Leidenschaft, mit der man sich für etwas einsetzt. Und diese Leidenschaft sollten wir vor allem erst einmal für uns selbst aufbringen. Viele Frauen tun sich immer noch schwer damit, eigene Stärken zu leben.

Doch ohne sie ist ein selbstbestimmtes Leben nicht möglich. Immer noch haben sie gegen die üblichen, alten Klischees zu kämpfen. Macht haben und Stärke zeigen wird immer noch mit „unweiblich“ gleichgesetzt. Und ein gutes Mädchen ist immer noch bescheiden, lieb und nett und macht keinen Ärger. Dazu sagt die Psychologin Yvonne Brandstetter-Halberstadt: „Noch immer finden viele Männer an Kindfrauen großen Gefallen, was bei diesen ein herzig-schutzbedürftiges Verhalten bestärkt. Selbstständige Frauen werden häufig als Emanzen bezeichnet und als „unweiblich“ abgewertet.“

 

Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!

… so kalauert zumindest der Volksmund. Und doch steckt darin, gerade was das weibliche Geschlecht betrifft, eine ernstzunehmende Wahrheit. Denn wer das Leben kennt und aufmerksam hinschaut, kann gar nicht übersehen, dass es selten die Bescheidenen und Stillen sind, die den Erfolg einheimsen. So ist wohl die Bescheidenheit gerade die schlechteste Tugend, die man seiner Tochter heute mit auf den Lebensweg geben kann. 

Um heutzutage im Leben seine Frau zu stehen, braucht es Power, Kraft und Stärke – weibliche Stärke. Doch was ist eigentlich eine starke Frau? Das definiert die Psychotherapeutin Prof. Dr. Rotraud Perner so: „Sie ist sich ihrer Kraft bewusst, auch wenn diese erst wiederentdeckt werden muss. Sie kann selbst stehen, gehen und bei Bedarf auch andere halten, ohne dabei Schaden zu nehmen. Ihre Ängste verdrängt sie nicht und erlaubt sich auch, schwach zu sein. Und sie gibt keinem anderen Macht!“

Eine Frau, die sich ihrer inneren Stärke bewusst ist, wartet nicht auf den Zufall, bessere Zeiten oder den Erlöser in Gestalt des Märchenprinzen. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und wagt es, ihre Träume in die Realität umzusetzen. Und hier kommt wiederum die Leidenschaft ins Spiel. Die Leidenschaft und die Liebe zum Leben und zu sich selbst. Daraus kann die Stärke erwachsen, sich selbst wichtig zu nehmen und den Platz in Anspruch zu nehmen, den das Leben einem zugedacht hat.

 

 

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