Allgeiers AstrowissenMagischer Pluto: Geheimnis des früheren Lebens

Pluto ist ein geheimnisvoller Planet, der in vielen unterschiedlichen Formen, Geschichten und Erscheinungen auftaucht und deshalb nicht so einfach zu verstehen ist. Hier klärt Michael Allgeier über die Bedeutung von Pluto für das frühere Leben auf.

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Inhalt
  1. Tod-und-Wiedergeburts-Prinzip von Pluto
  2. Pluto: Geheimnis des früheren Lebens
  3. Karma-Horoskop: Blick in die Vergangenheit

Pluto ist der Herrscher des unergründlichen Skorpions, dessen irdischer Spiegel das 8. Haus ist, das in seiner Hauptwirkung mit dem tatsächlichen und symbolischen Tod im Sinne der Transformation und Wandlung zu tun hat.

Konstellation Sonne-Pluto: Transformation, Erneuerung, Wandel

 

Tod-und-Wiedergeburts-Prinzip von Pluto

Der Skorpion, in dem Pluto beheimatet ist, ist so etwas wie die große Ausnahme des Tierkreises. Alleine sein alter Herrscher Mars, der seit der Entdeckung Plutos hier an die zweite Stelle gerückt ist, deutet als Planet des Feuers im Wasserzeichen Skorpion bereits die unglaubliche Intensität, aber auch die inneren Kämpfe und die Zerrissenheit dieses Zeichens an. Ein typisches Bild des Skorpions, das wir in der Natur etwa in Hawaii finden, ist der glühende Lavastrom eines Vulkans, der sich in das Meer ergießt. Ein gewaltiges Naturschauspiel, das das Meer zum Kochen und Brodeln bringt. Es ist eine zerstörerische Kraft, die – typisch Pluto und Skorpion – den Tod und das neue Leben bringt. So lösen Vulkane, die sich in Hawaii ins Meer ergießen, oftmals eine wahre Algenblüte aus, da durch die Lavaströme größere Nährstoffmengen ins Wasser gelangen.

Den Tod und die Wiedergeburt können wir aber auch sehr gut in unserer Natur beobachten, die in der Skorpion-Zeit, im Oktober und November, jedes Jahr stirbt, um im Frühjahr zu neuem Leben zu erwachen. Die bunten Blätter der Bäume und Sträucher, der intensiv blaue Himmel und die tief stehende Sonne sind wie ein Spiegel des Jenseits, das Stirb-und-Werde-Prinzip des Skorpions, das sich in der Natur offenbart, erinnert an das Rad des Lebens, an den ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt, dessen Weg wir gehen müssen, um uns aus alten Lasten zu befreien. Unsere Natur, in die wir alle eingebettet sind, offenbart uns die Trauer im Augenblick des Sterbens. Melancholie ist die Grundstimmung der Skorpion-Zeit und des Alters. Und die Freude, das Aufleben, die Grundstimmung des Frühlings und der Jugend. Wir brauchen uns nicht zu grämen, das Leben entsteht immer wieder von Neuem, es gibt keinen Abschied für immer, auch nicht von den Menschen, die wir tief in unser Herz geschlossen haben. Jeder Frühling und jede Wiedergeburt sind ein Erwachen aufs Neue.

Das Symbol des 8. Hauses ist der Regenbogen, das Tor zum Jenseits, das wir im Augenblick des Todes wie im Augenblick der Geburt, nur in entgegengesetzter Richtung, durchschreiten. Es gibt ein Leben vor und ein Leben nach dem Tod. Lebendig sind wir immer, im Leben haben wir lediglich einen physischen Körper, den wir in der Astralwelt ablegen. Es ist oft schwer zu sterben, aber es ist für viele Seelen auch sehr mühsam und schwierig, sich auf der Erde zu inkarnieren. Immer müssen wir durch das 8. Haus hindurch, um neues Leben zu erlangen, in die eine wie in die andere Richtung.

Wie das 5. und das 8. Haus auf unser Leben wirken!

Nach Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, der tief in die geistige Welt blickte, werden wir im Diesseits von den Planeten, ihren geistigen Inhalten und Gesetzen umgeben und beeinflusst, sind also vom Kosmos umgeben. Unsere inneren Organe stehen im direkten Bezug zu den Planeten unseres Sonnensystems.

Im Jenseits tragen wir die Planeten und den Kosmos anstelle der irdischen Organe in uns. Menschen, die sterben, gewinnen durch die Befreiung vom schweren Erdenkörper und der materiellen Welt automatisch ein etwas höheres Bewusstsein, auch wenn sie auf der Erde noch sehr begrenzt in ihrem Denken und Handeln waren. Umgekehrt müssen die Seelen, die als Babys auf die Erde geboren werden, sich erst mühsam durch die Trägheit der Materie hindurchkämpfen, um durch das Erlernen einer Sprache allmählich zum Bewusstsein vorzudringen. Der geistige Austausch findet in der astralen Welt einfach nur über das Bewusstsein, eine Art Telepathie, statt. Unsere Sprache ist so gesehen nur eine Art Krücke der irdisch materiellen Welt, um überhaupt in Kommunikation miteinander zu treten, um sich Wissen anzueignen, um aufzuwachen und sich weiterzuentwickeln.

Die Sonne in den Häusern: Sie zeigt uns, wo unsere Stärken liegen

 

Pluto: Geheimnis des früheren Lebens

Durch Pluto und seine jeweilige Tierkreiszeichenstellung erkennen wir nun die karmische Aufgabe der Generation, der wir angehören. An persönlicher Bedeutung gewinnt Pluto dann durch seine jeweilige Hausstellung und Aspektierung in unserem Geburtshoroskop.

Das 4. Haus: Heimat und Herkunft

Um Pluto und seine Bedeutung für zurückliegende Leben besser zu verstehen, müssen wir uns nur sein Symbol anschauen. Es ist ein Kreis, in dem der Mond eingeschlossen ist. Dieser in Pluto versteckte Mond deutet verdrängte Seelenanteile, Schattenseiten, dunkle Flecken von uns und vergessene Leben an. Denn der Mond hat in seinen Analogien nicht nur mit unserer Seele, sondern als Herrscher des Krebses, dessen irdischer Spiegel das 4. Haus ist, auch mit Heimat und Herkunft zu tun. Eine Herkunft, die weit zurückliegen kann und tief in Pluto eingegraben ist. Vermutlich wäre es zu viel für uns, und wir könnten es nicht verkraften, wenn wir alles über unser Vorleben wüssten.

Astroschule: Das 4. Haus in Ihrem Horoskop!

Das 8. Haus: Vergangenheit und Schattenseiten

Gerade der Zyklus von Tod und Wiedergeburt und der damit immer wieder gegebene Neuanfang wären nicht möglich, würden wir gedanklich und vom Bewusstsein her noch in der Vergangenheit hängen. Ganz leugnen lässt sich diese aber eben auch nicht. Und so hat sie, die Vergangenheit, in Pluto und dem 8. Haus, dem irdischen Spiel des Skorpions, eine Art Zuhause gefunden. Hier sammeln sich alle Ereignisse der Vergangenheit, die wir nur langsam und in angemessenen Dosierungen verarbeiten können, weil sie uns sonst eben überwältigen würden.

Natürlich sind es auch schreckliche Ereignisse und Taten, die sich hier verbergen können und die uns zutiefst erschüttern und möglicherweise aus der Bahn werfen würden, wüssten wir von ihnen. Das 8. Haus ist nicht nur der Tod und die Pforte zur jenseitigen Welt, es ist auch eine geheime Welt, in der sich alle Dinge bewegen, die uns zutiefst herausfordern: Unsere dunklen Seiten und Neigungen, Gewalt und Sexualität in ihrer Tiefe und in ihren unterschiedlichen Schattierungen sowie eben der Tod. Alles Dinge, vor denen wir Angst haben und von denen wir nichts wissen wollen, die wir verdrängen, weshalb sie ein Schattendasein führen müssen. Das 8. Haus ist auch das Haus der Tabus.

Astroschule: Das 8. Haus in Ihrem Horoskop!

Pluto-Transite: Ohnmacht oder Kraftgewinn?

Haben wir nun im Laufe unseres Lebens besonders prägnante Pluto-Transite (insbesondere Konjunktion, Quadrat, Opposition) zu persönlichen Planeten, wie Sonne, Mond, Venus, Mars oder auch dem Aszendent, dann passiert es im Laufe dieser Transite, die an die drei Jahre anhalten, dass diese verborgenen Seiten in uns angerührt werden. Ein Kontakt mit oft fatalen, aber möglicherweise auch befreienden Folgen und Entwicklungen. Diese verdrängten und vergessenen Dinge und Anlagen, die wir aus den unterschiedlichsten Gründen nicht leben konnten und durften, wollen nun mit aller Macht zu uns zurückkehren. Wehren wir uns dagegen und können sie nicht verarbeiten, werden sie ganz schnell zum Zwang, dem die Menschen dann oft hilflos ausgeliefert sind. Hier kommt die Ohnmacht Plutos zum Tragen. Können sie dagegen akzeptiert, bewältigt und in uns aufgenommen werden, werden wir noch stärker, selbstbewusster und auch mächtiger als zuvor. Wir haben Pluto, diese gigantische Kraft, dann als Freund und Helfer gewonnen.

Pluto in den Häusern: Mit Ihm kann man über sich hinauswachsen

 

Karma-Horoskop: Blick in die Vergangenheit

Es gibt eine alte, wunderbare astrologische Forschung, die viele Geheimnisse des vorigen Lebens offenbaren kann. Darin wird das 5. Haus, der irdische Spiegel des Löwen, das Haus der Sonne und des Lebens, zum 1. Haus des Geburtshoroskops gemacht. Dadurch wird unser Horoskop in sich verschoben, ändert seine komplette Perspektive und gibt den Blick auf Vergangenes frei. In diesem Karma-Horoskop wird das ominöse 8. Haus zum 4. Haus.

In ihm erkennen wir unsere weit zurückliegende Heimat und Wurzeln, unsere verborgenen Anlagen, aber auch alle Schrecken und Schatten vorausgegangener Leben, die sich hier angesammelt haben.

  • Stehen in diesem Bereich Gewaltplaneten wie Mars, Uranus oder Pluto, dann litten wir in der Vergangenheit unter Kriegen und Existenzzusammenbrüchen und sind vermutlich auch an einem gewaltsamen Tod gestorben. In diesem Leben plagen uns nun große Existenzängste und massive Angst vor Gewalt, auch die Angst vor einer unkontrollierten Sexualität.
  • Steht Saturn in diesem Bereich, tauchen im Jetzt oft panische Angst vor dem Tod und vor Krankheiten auf, die größere seelische Qualen im Vorleben verursacht haben. In diesem Leben geht es nun darum, diese Todesangst zu überwinden und zu akzeptieren, dass der Tod zum Leben gehört und dass wir Leben und Schicksal nicht kontrollieren können. Loslassen von Ängsten, sich dem Leben hingeben, Ja zum Leben zu sagen, gerade auch zur Sexualität, in der der Orgasmus als kleiner Tod auftaucht und uns jedes Mal sterben lässt, ist hier das große Thema.
  • Hat jemand Jupiter in diesem Bereich, dann hat er bereits in der Vergangenheit den Tod als seinen Freund akzeptiert und ihn als befreiend und erlösend empfunden, was ihn in der Folge auch vor Todesgefahren schützen kann.

Letztlich müssen dieses gesamte Karma-Horoskop und das 4. bzw. 8. Haus unseres Geburtshoroskops individuell betrachtet werden, um hier zu einem klareren Bild der Vergangenheit zu kommen. Eine unglaublich interessante astrologische Forschung, die auch heute noch in den Kinderschuhen steckt.

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